Literatur

Bücher

Pörtner, Marlis (2021): Ernstnehmen, zutrauen, verstehen. Personzentrierte Haltung im Umgang mit geistig behinderten und pflegebedürftigen Menschen. 14. Auflage. Stuttgart: Klett-Cotta
Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Grundprinzipien der personzentrierten Arbeit: Empathie, Wertschätzung des Klienten, Kongruenz, die Orientierung am subjektiven Erleben, die Bestätigung der kleinen Schritte und vor allem die Überzeugung, daß nicht die Defizite das Entscheidende sind, sondern die Ressourcen. Die Autorin beschreibt ganz konkret und praxisnah, wie diese Prinzipien im Alltag der Institution und im therapeutischen Umgang mit den Klienten umgesetzt werden können. Wer mit Menschen zu tun hat, die in irgendeiner Form der Betreuung bedürfen, wird dieses Buch als eine große Hilfe empfinden.

Pörtner, Marlis (2018): Brücken bauen. Menschen mit geistiger Behinderung verstehen und begleiten. 5. Auflage. Stuttgart: Klett-Cotta
Ist eine geistige Behinderung einfach da oder wird sie gemacht – von den äußeren Lebensbedingungen, von der Gesellschaft, von Behörden, von Ärzten? Auf alle Fälle wird sie erst im Kontext von Gesellschaft überhaupt zu einer Behinderung. Geistige Behinderung ist nie nur das Problem der betroffenen Menschen, sondern immer auch das ihres persönlichen und gesellschaftlichen Umfeldes.

Pörtner, Marlis (2016): Alt sein ist anders. Personzentrierte Betreuung von alten Menschen. 4. Auflage. Stuttgart: Klett-Cotta
Auch in der letzten Lebensphase geht es noch um Entwicklung: Entwicklung auf das Lebensende zu. Sinnvolle Betreuung bedeutet, alte Menschen auf diesem persönlichen Entwicklungsweg zu begleiten, sie von ihrem Erleben her zu begreifen und zu unterstützen und ihre innere Realität zu respektieren, auch wenn sie nicht ohne weiteres nachvollziehbar ist. Altern ist eine facettenreiche, widersprüchliche und individuell sehr unterschiedliche Erfahrung. Der letzte Lebensabschnitt und die damit verbundenen Veränderungen werden von jedem Menschen anders erlebt. Dieses individuelle Erleben ist der Schlüssel zum Verstehen und Angelpunkt einer guten, sinnvollen Betreuung und Begleitung. Alte Menschen wollen in ihrer ganz persönlichen Eigenart ernst genommen und verstanden werden, auch wenn sie zeitweise oder dauernd verwirrt oder pflegebedürftig sind. Dabei sollen eigene Vorstellungen darüber, wie alte Menschen sind oder zu sein haben, zurückgestellt werden.
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Becker, Heinz (2016): inklusive Arbeit. Weinheim, Basel: Beltz  Leseprobe
Trotz aller Diskussion über Inklusion werden noch immer Menschen mit schwersten Behinderungen und hohem Unterstützungsbedarf aus vielen gesellschaftlichen Bereichen ausgeschlossen. Mit dem Ausschluss aus der Werkstatt für behinderte Menschen vollzieht sich für sie die Exklusion sogar schon aus dem Sonderarbeitsleben der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Dass es auch anders geht, wird fachlich begründet und an Beispielen aufgezeigt. Teilhabe ist nicht an Voraussetzungen und nicht an ausgewählte gesellschaftliche Felder gebunden. Eine inklusive Gesellschaft geht nur mit inklusiver Arbeit.

Becker, Heinz (2020): Die große Welt und die kleine Paula. Eine Geschichte der Behinderung. Weinheim, Basel: Beltz  Leseprobe
Paula Kleine hat fast ihr ganzes Leben in Einrichtungen der Psychiatrie und der Behindertenhilfe zugebracht. Sie hat in Schlafsälen und in einer kleinen Wohngemeinschaft gelebt, Wäsche gewaschen, Kartoffeln geschält und wurde als Filmschauspielerin bekannt. Die Geschichte der Person ist untrennbar verbunden mit der Geschichte unseres Fachgebiets und der unserer Gesellschaft. Aber auch das wäre noch „nur“ eine schöne, wenn wir daraus nicht Konsequenzen ziehen für das 21. Jahrhundert.
Neben der Lebensgeschichte einer Person wird die Fach- und Ideengeschichte der Behindertenhilfe erzählt, die eingebettet ist in die Geschichte unserer Gesellschaft.

Brooker, Dawn (2008): Person-zentriert pflegen. Bern: Huber/Hogrefe
Dieses Buch entwickelt die maßgeblich von Tom Kitwood beeinflusste „person-zentrierte Pflege“ weiter. Dawn Brooker ist Professorin für Demenzversorgungspraxis und -forschung an der Universität Bradford. Sie leitet und koordiniert die Entwicklung der «Dementia-Care-Mapping-Methode» (DCM) weltweit. Im vorliegenden Buch definiert und interpretiert sie den Begriff der «personzentrierten Pflege für Menschen mit einer Demenz» und die dahinterliegenden Ideen erfrischend neu. 

Lux, Michael (2007): Der Personzentrierte Ansatz und die Neurowissenschaften. München: Ernst Reinhardt Verlag
Das Buch führt in den Personzentrierten Ansatz ein und verknüpft diesen mit neurowissenschaftlichen Konzepten. Der Leser erhält einen aktuellen und verständlichen Überblick über verschiedene Themenbereiche der Neurowissenschaften. Anschaulich wird deren Relevanz für das Verständnis einzelner Konzepte der personzentrierten Psychotherapie aufgezeigt. Lassen sich in der Personzentrierten Psychotherapie auftretende Phänomene mit Hilfe von neurowissenschaftlichen Konzepten beschreiben? Lässt sich die Wirksamkeit von Rogers’ Personzentriertem Ansatz mit Hilfe der Neurowissenschaften erklären? Michael Lux vertritt die Auffassung, dass sich die Theorie des Personzentrierten Ansatzes in besonders hoher Übereinstimmung mit neurowissenschaftlichen Grundlagenbefunden befindet. Neurowissenschaftliche Konzepte sind dabei nicht nur für den Personzentrierten Ansatz, sondern für die Psychotherapie insgesamt von enormer Relevanz.
Das Buch führt in den Personzentrierten Ansatz ein und verknüpft diesen mit neurowissenschaftlichen Konzepten. Der Leser erhält einen aktuellen und verständlichen Überblick über verschiedene Themenbereiche der Neurowissenschaften. Anschaulich wird deren Relevanz für das Verständnis einzelner Konzepte der personzentrierten Psychotherapie aufgezeigt.

Ondracek, Petr (2020): Personzentriertes Arbeiten in sozialen Berufen. Stuttgart: Kohlhammer.
In Helfenden Berufen sind Kernkompetenzen im Bereich der Kommunikation und Interaktion grundlegend. Vor allem das „personzentrierte“ Auftreten gegenüber zu unterstützenden Menschen, bei dem es um eine zielgerichtete, reflektierte Mitmenschlichkeit der Fachperson geht, hat sich dabei berufsübergreifend als relevant erwiesen. Das Buch erörtert zunächst die theoretischen Grundlagen und Konzepte der Personzentriertheit. Anhand konkreter Praxisbeispiele werden methodische Hinweise zu den Verhaltensweisen von Fachpersonen im alltäglichen Umgang mit den Klienten vermittelt. Berufliche Mitmenschlichkeit durch personzentriertes Arbeiten wird dann als ein Grundelement positiver Wirksamkeit auf den Tätigkeitsfeldern der Heilpädagogik, Pflege und Sozialen Arbeit durchdekliniert.

Pörtner, Marlis (1994): Praxis der Gesprächspsychotherapie. Interviews mit Therapeuten. Stuttgart: Klett.

Pörtner, Marlis (2016): Geschenkte Jahre. Glücksmomente und Herausforderungen. Stuttgart: Klett-Cotta.
Das Leben über 80 wird keineswegs ärmer! Eine starke Frau macht Mut, das Leben bis ins hohe Alter hinein immer wieder neu zu gestalten. Am eigenen Leibe fühlt sie, auf welche feinen Nuancen es im Umgang und bei der Begleitung, Pflege und Betreuung alter oder behinderter Menschen ankommt. Ein Buch nicht nur für das Alter, sondern für das Leben. Im Alter schränken Beeinträchtigungen zwar die Möglichkeiten ein, doch dieser begrenzte Raum schärft den Blick für das Naheliegende. Dinge werden aufmerksamer wahrgenommen und intensiver erlebt.
Marlis Pörtner schreibt u. a. über Tagesgestaltung und Zeiterleben alter Menschen, Tod, Freunde verlieren, im Alter neue Freunde gewinnen, die Rolle der Kinder und der Enkelkinder, ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Tun und Nichtstun, den Wunsch, Neues zu beginnen, angesichts der Befürchtung, es nicht mehr zu erleben.

Pörtner, Marlis; Portmann, Martina; Indergand, Peter (2022): Ernstnehmen – Zuhören – Erfahrungen ermöglichen. Personzentrierte Haltung in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen.  Klett-Cotta, Stuttgart. Leseprobe und Beschreibung
Die von Marlis Pörtner mitgeprägte personzentrierte Haltung steht im Mittelpunkt dieses Praxisbuches.
– Basierend auf Marlis Pörtners Buch »Ernstnehmen, Zutrauen, Verstehen«
– Adaption der personzentrierten Haltung ins Feld der Kinderbetreuung
– Einfache, aber wirksame Handlungsempfehlungen ergänzen jedes Konzept
Ihre Handlungsgrundlagen und Richtlinien helfen, Kinder ganzheitlich wahrzunehmen, zu verstehen und empathisch auf sie einzugehen. Das stärkt die Beziehung. Der Blick der Betreuungsperson ist nicht auf Defizite gerichtet, sondern auf individuelle Ressourcen und kleine Erfolge. Im Zentrum steht eine auf Selbstbestimmung und Autonomie ausgerichtete Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Das aus drei Generationen zusammengesetzte Autorentrio gibt wertvolle Impulse für die Kinderbetreuung, die auch in schwierigen Situationen Orientierung bieten. Zahlreiche Praxisbeispiele aus dem Betreuungsalltag sowie didaktische Anregungen und Materialien zum Download machen dieses Buch zu einem nachhaltigen Praxiswerk. 

Pörtner, Marlis; Prouty, Garry; Van Werde, Dion (2019): Prä-Therapie. 6. Auflage. Stuttgart: Klett-Cotta.
Langjährig hospitalisierte chronische Psychiatriepatienten, Menschen mit schwerer geistiger Behinderung und solche mit der sogenannten »dual diagnosis«: sie alle können mit Hilfe der Prä-Therapie lernen, schrittweise Kontakt aufzunehmen mit der Realität, zu sich selbst und zu anderen. Der Alltag in psychiatrischen Kliniken und anderen therapeutischen Einrichtungen kann sich so – für Patienten und Betreuer – zum Besseren verändern. Prä-Therapie eröffnet einen therapeutischen Zugang zu Menschen, die bisher meist als »nicht therapiefähig« abgestempelt waren: langjährig hospitalisierte, chronische Psychiatriepatienten, Menschen mit schwerer geistiger Behinderung und solche mit der sogenannten »dual diagnosis«: geistig behindert und psychotisch.
Das Konzept der Prä-Therapie wurde von dem amerikanischen Psychologen Garry Prouty auf den Grundlagen der klientenzentrierten Psychotherapie entwickelt. Es ist vielfach erprobt und seine Wirksamkeit auch empirisch nachgewiesen. In Europa wurde es vor allem in Belgien, Italien und den Niederlanden aufgegriffen und weiterentwickelt sowie in Deutschland, wo Prouty seit 1992 Seminare abhält.
Dieses Buch ist die erste Darstellung der Prä-Therapie in deutscher Sprache. Prouty schildert darin die Entstehung des Konzepts, seine theoretischen Grundlagen und, anhand von ausführlichen Falldarstellungen, die Praxis der Prä-Therapie.
Dion Van Werde beschreibt, wie in einer psychiatrischen Klinik in Gent Prä-Therapie zur Milieu-Therapie ausgebaut und der gesamte Alltag auf der Station nach prä-therapeutischen Prinzipien gestaltet wurde.
Marlis Pörtner vermittelt einen Überblick über weitere Anwendungsmöglichkeiten der Prä-Therapie in verschiedenen europäischen Ländern: in ambulanter Praxis, in psychiatrischen Kliniken, in Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung. Prä-Therapie ist also nicht nur für Psychiater und Psychologen von Interesse, sondern auch für all jene, die mit den Betroffenen zu tun haben: für Sozialarbeiterinnen und Beschäftigungstherapeutinnen, Pflegepersonen, Betreuer und nicht zuletzt auch für die Angehörigen.

Artikel in Büchern

Becker, Heinz (2014): Bis ins (hohe) Alter. Tagesbetreuung von Menschen mit Autismus. In: autismus Deutschland (Hrsg.): Autismus in Forschung und Gesellschaft. Karlsruhe: von Loeper, S. 310-328

Becker, Heinz (2020): „Es ist geschehen und es kann wieder geschehen…“. In: Birkholz, Carmen; Knedlik, Yvonne: Teilhabe bis ans Lebensende. Marburg: Lebenshilfe. S. 28-44

Müller-Teusler, Stefan (2008): Erst die Person, dann der Mitarbeiter, dann… In: Müller-Teusler, Stefan (Hrsg.): Autistische Menschen. Leben in stationärer Betreuung. Freiburg: Lambertus. S. 17-29

Pörtner, Marlis (2013): Fachkompetenz oder Mitmenschlichkeit? In: Blaha, Kathrin; Meyer, Christine; Colla, Herbert; Müller-Teusler, Stefan (Hrsg.): Die Person als Organon in der Sozialen Arbeit. Erzieherpersönlichkeit und qualifiziertes Handeln. Wiesbaden: Springer VS, 113–121.

Artikel in Zeitschriften

Becker, Heinz (2011): Unterstützte Kommunikation – personzentriert. In: Behindertenpädagogik 50(2011)4, S. 393-420

Becker, Heinz (2014): Sozialraumorientierung – personzentriert: Inklusion auch für Menschen mit schwersten Behinderungen. In: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 4/2014, S. 217-224

Becker, Heinz (2017): „So lange bis ich nicht mehr kann.“ In: Behinderte Menschen 40(2017)1, S. 63-69

Becker, Heinz (2019): Die Öffnung der „verschlossenen Welten“. Personzentiertes Arbeiten im Gemeinwesen. In: Behinderte Menschen 42(2019)1, S. 37-44

Heuberger, Anne (2014): Empowerment für Kinder?! Freie Spiel- und Beschäftigungszeit. Personzentrierte Pädagogik in der Tagesstätte des Heilpädagogischen Zentrums Bayreuth. In: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 4/2014, S. 224-230

Heuberger, Anne (2014): Empowerment für Kinder?! Personzentrierte Pädagogik in der Tagesstätte. In: Orientierung 4/2014, S. 42-44

Pörtner, Marlis (2000): Förderung und Fordern. Gratwanderung zwischen Überforderung und Unterforderung. In: Geistige Behinderung 39(2000)1, S. 31-39

Pörtner, Marlis (2001): Klientenzentrierte Psychotherapie in Verbindung mit Prä-Therapie. In: Geistige Behinderung 40(2001)4, S. 304-312

Pörtner, Marlis (2013): Personzentriert arbeiten im Alltag einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung – Erfahrungen in Bremen. In: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 1/2013

Pörtner, Marlis (2014): Das Internationale Netzwerk Personzentriertes Arbeiten. In: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 4/2014, S. 200-207

Pörtner, Marlis (2019): Die Personzentrierte Arbeitsweise. In: Behinderte Menschen 1/2019, S. 23-27

Schlüter, Jochen; Schütz, Regina: Der Weg zum Personzentrierten Konzept. Personzentriertes Arbeiten dauerhaft im Alltag verankern – ein Praxisbericht. In: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 4/2014, S. 216-223